RECHTSANWÄLTIN

Seit sie in der Schule die Europäische Charta über die Rechte des Kindes gelesen hat, interessiert sich Rocío für Jura. Anfangs hatte sie vor, sich um eine Stelle als Richterin zu bewerben, gelangte aber bald zu der Überzeugung, dass sie als Rechtsanwältin arbeiten wollte (gelegentlich erzählt sie im kleinen Kreis, dass sie gerne Polizeibeamtin geworden wäre).

Ihre Auslandsaufenthalte in Irland, Großbritannien und in der Schweiz waren sicher ausschlaggebend dafür, dass sie sich für ein internationales Umfeld entschieden hat, aber was letztendlich dazu geführt hat, dass sie sich für das Gewerbliche Eigentum entschieden hat, waren die Verbindungen und Wurzeln in ihrer Heimatstadt, Alicante, wo das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO), seinen Sitz hat. Nachdem sie ihr Jurastudium erfolgreich abgeschlossen hatte, erlangte sie den Mastergrad in Gewerblichem und Geistigem Eigentum (Magister Lvcentinvs).

Sie hatte große Lust, an einem internationalen Projekt teilzunehmen und schloss sich einer der Arbeitsgruppen bei den von dem European Intellectual Property Institutes Network (EIPIN) organisierten Konferenzen an, die in Maastricht und am Europäischen Parlament (Straßburg) abgehalten wurden und bei denen zentrale Themen des Gewerblichen Eigentums analysiert wurden.

Nach dieser Zeit trat sie in die Abteilung für Gewerbliches Eigentum einer im In- und Ausland sehr angesehenen Firma bei, und machte nebenher ihren Master in Rechtswissenschaften.

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen, musste Rocío zwar “la millor terreta del món” (das schönste Stückchen Erde der Welt) verlassen, kam dann aber zu der BALDER-Familie, wo sie ihren Platz gefunden hat, und Gelegenheit hat, Fortbildungen zu machen und sich beruflich weiterzuentwickeln.

Auch wenn ihre Kollegen von ihr sagen, dass ihr Lachen im ganzen Paseo de la Castellana zu hören ist und dass ihr Wortschatz in großen Teilen aus spanischen Sprichwörtern besteht, so liest sie doch mit großer Begeisterung Bücher aus dem Reich der Rechtsprechung und über so unterschiedliche Themen wie die Künstliche Intelligenz und Pflanzenzüchtungen (was soll man dazu sagen!)

Sie sagt von sich, dass sie nach ihrer Pensionierung Kunstgeschichte studieren möchte (wir werden sehen, ob sie dazu immer noch Lust hat, wenn es soweit ist). Im Moment, hat sie noch einige persönliche Herausforderungen, zum Beispiel möchte sie Gitarre spielen lernen, wieder ihren Deutschunterricht aufnehmen und mit ihrer Doktorarbeit beginnen. Ansonsten begnügt sie sich damit, Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, auf Reisen zu gehen, wann immer sich die Gelegenheit bietet, und so nah wie möglich am Mittelmeer zu sein.